Kulturgeschichte hautnah erleben.
Die Kulturgeschichte eines Landes manifestiert sich in besonderem Maße in seiner Baukunst.
In den Historic Highlights of Germany laden diese steinernen Zeugen der Vergangenheit ein zu einer fantastischen Zeitreise durch die Epochen.
In die Zeit der Romanik und Gotik versetzt Regensburg mit seiner vollständig erhaltenen Altstadt. Ein "Spaziergang durch das Mittelalter" macht diese Epoche wieder lebendig.
Auch in Würzburg wird das Mittelalter auf beeindruckende Weise wach - dank der Gästeführung "Die Festung Marienberg und Tilman Riemenschneider" sowie des thematischen Rundgangs "Das mittelalterliche Würzburg" mit Besuch des Kiliandoms, der viertgrößten romanischen Kirche Deutschlands. „Steine erzählen vom Glauben“ ist eine der Führungen durch die Koblenzer Kirchen St. Kastor, St. Florin und Liebfrauen, die Architektur, Ausstatung und Geschichte erklären.
Eine weitere Stadt im Kreis der Historic Highlights of Germany, die bereits um die erste Jahrtausendwende in Blüte stand, ist Erfurt. Von ihrer Glanzzeit als Handels- und Universitätsstadt künden der "Spaziergang durch das Mittelalter" sowie eine thematische Führung, die einem später zu Weltruhm gelangten Studenten und Mönch gewidmet ist: "Auf den Spuren Martin Luthers".
Zu den bedeutendsten Ensembles der Renaissance nördlich der Alpen gehören die architektonischen Highlights von Augsburg. Weltberühmt ist die idyllische, bis heute bewohnte älteste Sozialsiedlung der Welt, die Fuggerei. Die Führung "Auf den Spuren der reichen Fugger" öffnet Gästen Tür und Tor.
Die Zeit des Barock lässt genussvoll Münster aufleben: Die jeweils zweistündigen thematischen Führungen "Barockoko: Schlaun in Münster" und "Portale, Putten und Posaunen" führen zu den prächtigsten Bauwerken der Stadt - Residenzschloss, Erbdrostenhof und Clemenskirche. Sie spiegeln die Lebensfreude jener Zeit und den Ideenreichtum des Baumeisters Conrad Schlaun wider.
In Koblenz zeugt das in frühklassiszistischem Stil erbauten „Ehemalige Residenzschloß“ von der wechselvollen Geschichte der Stadt. In Wiesbaden tagt heute der Hessische Landtag in der ehemaligen, in klassizistischem Stil erbauten Residenz der Herzöge von Nassau. „Die Nassauischen Herzöge und ihre Schlösser“ ist der Inhalt einer Führung, die zu Zeugnissen -vor allem aus dem frühen 19. Jahrhundert- der herrschaftlichen Architektur dieses hoch angesehenen deutschen Adelsgeschlechts führt.
Weit über Deutschlands Grenzen hinaus ist Osnabrück als Stadt der "Steinwerke" bekannt. Diese ältesten Zeugen Osnabrücker Wohnbaukunst sind aus Bruchstein. Die erste bekannte Erwähnung eines Steinwerkes (domus lapidea) im gesamten Niederdeutschland wird in Osnabrück im Jahre 1177 verzeichnet. Das Steinwerk war eine lokalspezifische Antwort auf die permanente Brandgefahr in der mittelalterlichen Stadt und wurde so als eigener Osnabrücker Bautypus geformt. Die Führung "Steinwerke in Osnabrück" gibt darüber interessante Einblicke. Ein Meisterwerk der spätromaische Baukunst ist der Dom St. Petrus, dessen asymmetrische Westfront besonders markant ist. Die wechselvolle Geschichte die er seit seiner ersten Weihung im Jahre 785 erlebte, kann man besonders gut bei einer Domführung und im Diözesanmuseum nachvollziehen.