Führungen ins Reich der Sinne.
Jahrhunderte alte Eichen, kunstvolle Blumen- und Sträucherarrangements – Deutschland ist reich an bezaubernden Parkanlagen. Special Interest-Programme von Historic Highlights of Germany lüften so manches Geheimnis der Gartenarchitektur.
Park Sanssouci, Neuer Garten, Park Babelsberg – Potsdam ist berühmt für seine Gartenkunst. Mit Durchführung der Bundesgartenschau 2001 haben sich weitere grüne Oasen mit einmaligen Natur- und Freizeiterlebnissen hinzugesellt. An die Wurzeln dieser prachtvollen Naturgestaltung führt der Spaziergang „Gartenkunst aus drei Jahrhunderten“, den Bogen zur modernen Landschaftsarchitektur schlägt der Rundgang „Gartenkunst und Stadtentwicklung“ (Dauer jeweils ca. 2,5 Std., max. Teilnehmerzahl je 30 Pers.)
In den mystischen Garten Friedrich Wilhelms II. verführt Sie unser winterlicher Rundgang „Ein preußischer Don Juan am Heiligen See“ mit Innenbesichtigung des Marmorpalais.
Als „Blumenstadt“ gilt europaweit Erfurt – ein Ruf, den der ega-Park mit dem größten Blumenbeet Deutschlands (6.000 m2!) untermauert. Den Boden für die Blütenpracht hat im frühen 18. Jahrhundert der Ratsmeister Reichert bereitet mit seiner auf wissenschaftlicher Grundlage betriebenen Samenzucht. Wie in Erfurt die Gartenbau-Tradition gepflegt wird, zeigen eine Besichtigung des Samen- und Pflanzenzuchtsbetriebes N.L. Chrestensen sowie die thematische Führung „Erfurt – Stadt des Gartenbaus“.
Das Schloss Stolzenfels bei Koblenz gilt als das typische architektonische Zeugnis der Rheinromantik. Im 13. Jahrhundert war die Burg auch Zollstation des Trierer Erzbischofs. 1842 wurde die Ende des 17. Jahrhunderts zerstörte Burg, die Koblenz dem Preußischen König Friedrich Wilhelm IV schenkte als Schlossbau fertig. Wesentlichen Anteil an den Plänen, die englische, deutsche und südeuropäische Elemente vereinten hatte der preußische Hofbaumeister Schinkel sowie seine Schüler Stüler, Persius und Strack.
Preußische Baukunst zeigt sich auch an derer Stelle in Koblenz. Die Kaiserin-Augusta-Anlagen, die zu den schönsten Uferpromenaden am Rhein zählten, wurden ab Mitte des 19. Jahrhunderts von den preußischen Gartenbaukünstlern Lenné und Fürst Pückler-Muskau gestaltet.
Ganz nach dem Vorbild englischer Parkanlagen wurde der 1852 in Wiesbaden der Kurpark angelegt. Der Teich, den man per Tretboot überqueren kann ist von prächtigen Rhododendronsträuchern und Sumpfzypressen umgeben. Dazu dient er als beeindruckende Kulisse für großartige Open-Air Konzerte von Musikern aller Stilrichtungen, aus aller Welt.
Das Biebricher Schloss, einst Residenz der Herzöge von Nassau (bis von Wiesbadener Innenstadt aus regiert wurde) war deren Sommerresidenz und beliebter Treffpunkt des europäischen Hochadels. Ab 1817 begann der berühmte Gartenbauarchitekt von Schkell, der auch Schwetzingen und Nymphenburg gestaltet hat, mit dem Umbau des Biebricher Barockgartens in einen Landschaftsgarten, der eine natürliche Verbindung zwischen Wiesbaden und den Hängen des Taunus herstellt.
Das Osnabrücker Land ist eine geschichtsträchtige Region und bietet schon seit Jahrhunderten die "beste Wohnlage". Die große Anzahl von Schlössern, Burgen und Herrensitzen zwischen den Höhenzügen des Teutoburger Waldes und des Wiehengebirges verwundert daher kaum. Das Festival "Gartenlust & Landvergnügen" wird seit 1998 jährlich im Sommer von Viktoria Freifrau von dem Bussche veranstaltet und hat Schloss Ippenburg bekannt gemacht. Der neugotische Stil kann das englische Vorbild nicht verleugnen und ist bis in die Einzelheiten der Innenausstattung ausgeführt; besonders anschaulich im Treppenhaus und im Gobelinsaal. Der ca. 10.000 qm große Park wird seit den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts in der Tradition der englischen cottage gardens gestaltet. Die verschiedenen Gartenbereiche mit uralten Bäumen können während der zahlreichen Veranstaltungen in den Sommer- und Herbstmonaten besichtigt werden. Der Gobelinsaal und die Remise des Schlosses präsentieren sich als würdiger Rahmen bei musikalischen Veranstaltungen.