Die städtische Entwicklung von Regensburg begann im Jahre 179. Damals wurde das römische Kastell Castra Regina unter Kaiser Marc Aurel fertiggestellt. Die steinerne Gründungstafel aus römischer Zeit ist in Deutschland einmalig.
Regensburg wurde nach dem Abzug der Römer Mittelpunkt des bayrischen Stammesherzogtums und erste bayerische Hauptstadt. Mit Karl dem Großen wurde Regensburg bevorzugter Ort für Reichsversammlungen und Fürstentage. Mit diesem politischen Aufstieg erlebte die Stadt auch eine wirtschaftliche Blütezeit.
Im 12. und 13. Jahrhundert entwickelten sich die Ministerialen der fränkischen Könige zu selbstbewußten, unvorstellbar reichen Kaufleuten. Ihr Lebensstil glich dem der Adligen. Von den Machtkämpfen des Herzogtums und des Bischofs profitierten schließlich die Bürger. Sie gewannen die Reichsfreiheit und das Recht, einen Bürgermeister zu wählen. Nach italienischem Vorbild erbauten sie die sogenannten Patrizierburgen, deren hochragende Türme die Silhouette der Stadt prägen.
Zentrum der Handelsmetropole ist das Rathaus - eines der schönsten Beispiele gotischer Profanarchitektur. Andere Teile der Stadt, die seit 739 Bischofssitz ist, blieben bis in das 18. Jahrhundert kirchliche Territorien.
Regensburg zeigt eindrucksvoll, wie eine mittelalterliche Großstadt aussah. Der St. Peter-Dom, die Kirchen und Klöster sowie die mächtigen Patrizierburgen sind imposante Zeitzeugen. Hinzu kommt die wunderbare Lage der Stadt inmitten eines sanften Hügellandes, an dessen Hängen seit der Römerzeit Wein angebaut wird. Schon Goethe notierte in seinem Reisetagebuch: "Regensburg liegt gar schön", und Mozart rühmte die Gastlichkeit der Donaustadt.
Doch ist hier die Zeit nicht stehengeblieben. Regensburg ist mit 135. 000 Einwohnern rühriges Zentrum Ostbayerns. Handel und Wirtschaft gedeihen ebenso wie Forschung und Lehre an der 4. Bayerischen Landesuniversität. Zur lebendigen Vielfalt von Kunst und Kultur gesellt sich echte bayerische Gemütlichkeit und Gastlichkeit.
In Regensburg lässt es sich gut leben, denn hier haben die Menschen noch Zeit für Ihre Freunde und Gäste.